Irland investiert 2,5 Milliarden Euro in den Kauf von Kampfflugzeugen und Radarsystemen

Irland besitzt seit 1998 keine eigenen Jagdflugzeuge mehr, als die letzten französischen Fouga CM170 Magisters außer Dienst gestellt wurden. Foto: Flickr
Irland besitzt seit 1998 keine eigenen Jagdflugzeuge mehr, als die letzten französischen Fouga CM170 Magisters außer Dienst gestellt wurden. Foto: Flickr

Die irische Regierung hat Pläne angekündigt, 2,5 Milliarden Euro in den Kauf von Kampfflugzeugen und den Aufbau des ersten nationalen Radarnetzwerks des Landes zu investieren. Damit soll die jahrzehntelange Abhängigkeit vom Vereinigten Königreich zum Schutz des eigenen Luftraums beendet werden.

+ Die Ukraine behauptet, einen Angriff auf das russische neue S-350-Luftverteidigungssystem durchgeführt zu haben

Irland besitzt seit 1998 keine eigenen Jagdflugzeuge mehr, als die letzten Fouga CM170 Magisters aus Frankreich außer Dienst gestellt und in Museen überführt wurden. Seitdem verlässt sich das Land auf ein geheimes bilaterales Abkommen, das der Royal Air Force (RAF) erlaubt, Luftraumbedrohungen über irischem Gebiet abzufangen und darauf zu reagieren.

Laut dem ehemaligen Chef des Irish Air Corps, General Ralph James, macht diese Abhängigkeit und das Fehlen einer Radarüberwachung Irland „wahrscheinlich zum verwundbarsten Land Europas“. Während des Sicherheitsgipfels von Slándáil 2020 betonte er, dass Neutralität keine wirksame Verteidigungsstrategie sei und Irland in der Lage sein müsse, die Nutzung seines Luftraums in jeder Konfliktsituation selbst zu kontrollieren.

Pläne zur Stärkung der Luftverteidigung

Den Vorschlägen zufolge soll die neue Luftwaffe mindestens acht Kampfflugzeuge betreiben, die Mindestanzahl, die erforderlich ist, um eine 24/7-Luftraumüberwachung zu gewährleisten. Idealerweise soll die Flotte jedoch aus 12 bis 14 Flugzeugen bestehen.

Die Flugzeuge werden auf dem Flughafen Shannon stationiert, wo sie die Start- und Landebahn mit zivilen Flugzeugen teilen. Die Landebahn des Hauptquartiers des Air Corps in Baldonnell, Grafschaft Dublin, gilt als zu kurz für den Betrieb von Kampfflugzeugen.

Die Investition soll sich über einen Zeitraum von 20 bis 25 Jahren erstrecken, mit jährlichen Kosten von 60 bis 100 Millionen Euro und einer Gesamtsumme von etwa 2,5 Milliarden Euro. Die anfängliche Pilotenausbildung wird im Ausland stattfinden, während die Wartung der Flugzeuge von privaten Unternehmen übernommen werden soll.

Diese Initiative ergänzt die Entscheidung Irlands aus dem Jahr 2022, ein nationales Primärradar-Überwachungssystem einzuführen – ein Novum für das Land. Das mit 300 Millionen Euro veranschlagte Projekt wird ein Radarnetz mit einer Mindestreichweite von 370 km und mindestens drei strategisch positionierten Stationen schaffen. Das System soll bis 2028 voll einsatzbereit sein und eine effektive Überwachung des irischen Luftraums gewährleisten.

Mit diesen Maßnahmen wird Irland erstmals seit 25 Jahren ein eigenes Luftüberwachungssystem einrichten. Zuvor war vorgeschlagen worden, diese Verantwortung an internationale Partner zu übertragen, nach einem Modell ähnlich der Baltic Air Policing-Mission der NATO, bei der die Lufträume von Estland, Lettland und Litauen geschützt werden. Da Irland jedoch kein NATO-Mitglied ist, bleibt diese Option unwahrscheinlich.

Quellen: irishtimes / Foto: Flickr. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.

Back to top